Band 
Fünfter Teil.
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Schwellt ihm die Glieder voll und stark;Dampft auf dem Tisch nur Haferbrei,

Die Eintracht gibt ihm ihre Weih’,Gebetshauch fühlen alle wehn:

„In Ehren stehn, oder untergehn!“

6. Sie sitzen traut beim Mittagsmahl,

Da klirrt’s im Flure wie von Stahl.

Die Tür geht auf. Herein ein KühnerIm Todesschritt: ’s ist der Fardüner.

Und wie sein Stahl, so klirrt sein Hohn:

„He, schmeckt’s dem Herrn und IngesindeBei Wassermilch und Ahornrinde?

Wohl fad? . . . Na, seht, ich würz’ es schonUnd will beim Eid kein Korn davon! . . .

Da, nehmt die Spucke! . . . Sei es denn:

„In Ehren stehn, oder untergehn!“

7. Kaum war der grause Hohn vollbracht,Chaldar springt auf ... die Diele kracht . . .Und auf des Vogtes Nacken saust

Herab nun seine Eisenfaust,

Daß er dem Tisch zu Füßen stürzt.

Ein Griff, ein Druck! Im heißen BreiErstickt des Ritters Sterbeschrei!

„So ist das Mahl nun abgekürzt!

Iß du den Brei, den du gewürzt!“

Gell ruft’s Chaldar. „So bleib’ es denn:

„In Ehren stehn, oder untergehn!“

8. Er stürmt hinaus, er haut sich Bahn,Die Knappen starren wie im Wahn,

Und eh’ sie kaum noch recht erschrocken,

So läuten schon des Dorfes Glocken:

Zum Kampf! . . . Nun stürmen sie Fardün.Mit Flammenüügeln schwingt aufs DachDer rote Hahn sich . . . Sturz und Krach!