Band 
Fünfter Teil.
Seite
445
JPEG-Download
 

445

Der Trompeter ganz allein:

„Laßt die Knöchel, laßt die Karten!Kaiserliche FeldstandartenWird ein Reiterlied erfreun!

4. Vor acht Tagen die AffäreHab’ ich, zu Nutz dem ganzen Heere,

In gehör’gen Reim gebracht;

Selber aüch gesetzt die Noten;

Drum, ihr Weißen und ihr Roten!

Merket auf und gebet acht!“

5. Und er singt die neue WeiseEinmal, zweimal, dreimal leiseDenen Reitersleuten vor;

Und wie er zum letzten MaleEndet, bricht mit einem MaleLos der volle kräft’ge Chor:

6. „Prinz Eugen, der edle Ritter!“

Hei, das klang wie UngewitterWeit ins Türkenlager hin.

Der Trompeter tät den Schnurrbart streichenUnd sich auf die Seite schleichenZu der Marketenderin. (Ferd. Frciligrath.)

124. Die Grenadiere.

1. Nach Frankreich zogen zwei Grenadier',Die waren in Rußland gefangen;

Und als sie kamen ins deutsche Quartier,

Sie ließen die Köpfe hangen.

2. Da hörten sie beide die traurige Mär,Daß Frankreich verloren gegangen,

Besiegt und zerschlagen das große Heer, —Und der Kaiser, der Kaiser gefangen.