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3. Da weinten zusammen die Grenadier'
Wohl ob der kläglichen Kunde.
Der eine sprach: „Wie weh wird mir,
Wie brennt meine alte Wunde!"
4. Der andre sprach: „„Das Lied ist aus.
Auch ich möcht' mit dir sterben;
Doch hab' ich Weib und Kind zu Haus,
Die ohne mich verderben.""
5. „Was schert mich Weib. was schert mich Kind ?
Ich trage weit bess'res Verlangen;
Laß sie betteln gehn, wenn sie hungrig sind, —
Mein Kaiser, mein Kaiser gefangen!
6. Gewähr' mir, Bruder, eine Bitt':
Wenn ich jetzt sterben werde,
So nimm meine Leiche nach Frankreich mit.
Begrab mich in Frankreichs Erde.
7. Das Ehrenkreuz am roten BandSollst du aufs Herz mir legen;
Die Flinte gib mir in die HandUnd gürt' mir um den Degen.
8. So will ich liegen und horchen stillWie eine Schildwach im Grabe,
Bis einst ich höre KanonengebrüllUnd wiehernder Rosse Getrabe.
9. Dann reitet mein Kaiser wohl über mein Grab,
Viel Schwerter klirren und blitzen;
Dann steig' ich gewaffnet hervor aus dem Grab,—
Den Kaiser, den Kaiser zu schützen!" (Heinr, Heine.)
125. Ueven Gewittern.
Im sonnengleißenden ErdbeerhagDie Kupfernatter geringelt lag,
Auf dürres Moos und verkrüppeltes Holz