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Das Gräflein, es blicket hinüber,
Es dünkt ihn, als lag’ er im Fieber.
7. Nun dappelt’s und rappelt’s und klappert’s im SaalVon Bänken und Stühlen und Tischen,
Da will nun ein jeder am festlichen MahlSich neben dem Liebchen erfrischen;
Sie tragen die Würste, die Schinken so klein,
Und Braten und Fisch und Geflügel herein;
Es kreiset beständig der köstliche Wein;
Das toset und koset so lange,
Verschwindet zuletzt mit Gesänge.
8. Und sollen wir singen, was weiter geschehen,
So schweige das Toben und Tosen.
Denn, was er so artig im kleinen geseh’n,
Erfuhr er, genoß er im großen.
Trompeten und klingender, singender Schall,
Und Wagen und Reiter und bräutlicher Schwall,
Sie kommen und zeigen und neigen sich all,
Unzählige, selige Leute. —
So ging es und geht es noch heute.
(W. von Goethe.)
129. Der Wanderer.
1. Flaumflocken flüstern vorn Himmel leis.
Ein Wandrer steigt über Firn und Eis.
Die Schneefrau folgt’ ihm mit tückischem Schritt:»Halt stille, mein Lieber, und nimm mich mit!Der Abend ist nah, und der Gipfel ist fern.
Ich spiel’ dir zur Kurzweil ein Liedchen gern."
Sie setzt’ an die Lippe die grüne Schalmei,
Die jauchzte von Blumen und Lenz und Mai.
Er lauschte, die Wangen von Tränen naß,
Dann schlug er ein Kreuzehen und zog fürbaß.