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132. Schlafwandel.
1. Im afrikanischen FelsentalMarschiert ein Bataillon,
Sich selber fremd, eine braune ScharDer Fremdenlegion.
Lang ist ihr wildes Lied verhalltIn Sprachen mancherlei;
Stumm glüht der römische Schutt am Weg,Schlafend zieh’n sie vorbei.
2. Unter der Trommel vorgebeugtDer schlafende Tambour geht,
Es nickt der Kommandant zu Roß,
Von webender Glut umweht;
Es schläft die Truppe, Haupt für HauptUnter der Sonne gesenkt,
Von der Gewohnheit EisenfaustIn Schritt und Tritt gelenkt.
3. Und was sonst in der dunklen NachtDas Zelt nur sehen mag,
Tritt unterm offnen HimmelsblauIm Wüstenlicht zutag.
Es spielt das schmerzliche MienenspielUnglücklichen Manns, der träumt;
Von Gram und Leid und BitterkeitIst jeglicher Mund umsäumt.
4. Es zuckt die Lippe, zuckt das Aug’,Auf dürre Wangen quillt
Die unbemeisterte Träne hin,
Vorn Sonnenbrand gestillt.
Sie schau’n ein reizend SpiegelbildVorn kühlen Heimatstrand,
Das grüne Kleefeld, rot beblümt,
Den Vater, der einst den Sohn gerühmt,Verlornes Jugendland!