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5. Ein Schuß — da flattert’s weiß heran,Und schon steht das KarreeSchlagfertig und munter, und keiner sahDes andern Reu’ und Weh;
Nur zorniger ist jeder Mann,
Willkommen ihm der Streit;
Doch wie er kam, zerstiebt der Feind,
Wie Traum und Reu' so weit!
(Gottfried Keller.)
133. Der törichte Jäger. 1 )
1. Er zog hinaus, das Glück zu fangen,Und jagte mit erhitzten Wangen
Bis in den späten Abendschein.
Umsonst, es war ein schlimmes Jagen,
Er kehrte müde und zerschlagenIn seine warme Hütte ein.
2. Da saß in schlichtem Werkelkleide,Dem wilden Jäger schier zuleide,
Am Herde eine stille Magd.
Sie reichte ihm den Trunk, den BissenUnd ging zu Hand ihm, dienstbeflissen,
Wie es dem müden Mann behagt.
3. Sie hatte still sich eingefundenUnd ungefragt, vor Jahr und Stunden,
Und ihre Treue nahm er hin.
Heut' saß sie blaß zu seinen Füßen,
Er ließ sie seinen Unmut büßen,
Das flüchtige Wild lag ihm im Sinn.
4. „Und muß ich mich zu Tode hetzen,Es soll mein heißes Herz ergötzen,“
Rief er und rief sein letztes Wort,
Und kehrte grollend ihr den Rücken
*) Vgl. No. 93, „Wegwarte“.