Band 
Fünfter Teil.
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Und setzte über TraumesbrückenDie Jagd nach seinem Wilde fort.

5. Am Morgen, eh’ die Vogel girrten,

Erwacht’ er. Seine Blicke irrtenSchlaftrunken über Bett und Wand

Und hin zum Herd. Da stand im ScheineDes Feuers, bleich am weißen Steine,

Die Magd, ihr Bündel in der Hand.

6. „Wohin? Was treibt dich?“ — »»Laß michMein Dienst gehört jetzt einem andern, [wandern,Leb’wohl, ich kehre nicht zurück.““

Schon stand sie draußen an der Pforte,

Er hört nur noch die Abschiedsworte:

„„Vergiß mich nicht, ich war das Glück.““

(Gust. Falke.)

134. Bettlerballade.

1. Prinz Bertarit bewirtet Veronas BettlerschaftMit Weizenbrot und Kuchen und edlem Traubensaft.Gebeten ist ein jeder, der sich mit Lumpen deckt,

Der, heischend auf den Brücken der Etsch, die Rechte reckt.

2 . Auf edlen Marmorsesseln im Saale thronen sie,

Durch Riß’ und Löcher gucken Ellbogen, Zeh’ und Knie.Nicht nach Geburt und Würden, sie sitzen grell gemischt,Jetzt werden noch die Hasen und Hühner aufgetischt.

3. Der tastet nach dem Becher; er durstet und ist blind.Den Krüppel ohne Arme bedient ein frommes Kind.

Ein reizend stumpfes Naschen guckt unter strupp’gem Schöpf,Mit wildem Mosesbarte prahlt ein Charakterkopf.

4. Die Herzen sind gesättigt. Beginne, Musika!

Ein Dudelsack, ein Hackbrett und Geig’ und Harf’ ist da.Der Prinz, noch schier ein Knabe, wie Gottes Engel schön,Erhebt den vollen Becher und singt durch das Getön: