Band 
Fünfter Teil.
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Über die Brücke stampft, bestaubt, bepackt.

Ein schweigend Bataillon in festem Takt.

Die Fahne hoch, der Oberst an der Spitze,

Und aller Augen sprühen Mutesblitze.

„Im Zug zu Vieren!" herrscht Kommandoschall,

Und durch die Reihen klirrt der Widerhall.

Zeder gehorchte ohne Wort und Wank,

Und keiner hofft' auf Beifall oder Dank.

Die Züge schwenkten links und rechter Hand —Sagt an, mit welchem zog das Vaterland?

(K. Spitteler.)

140. Kill Pilgrim.

1. ’s ist im Sabinerland ein Kirchentor —

Mir war ein Reisejugendtag erfüllt —

Ich saß auf einer Bank von Stein davor,

In einen langen Mantel eingehüllt,

Aus dem Gebirge blies ein harscher Wind —Vorüber schritt ein Weib mit einem Kind,

Das, zu der Mutter flüsternd, scheu begann:

„Da sitzt ein Pilgerim und Wandersmann!“

2. Mir blieb das Wort des Kindes eingeprägt,Und wo ich neues Land und Meer erschaut,

Den Wanderstecken neben mich gelegt,

Wo das Geheimnis einer Ferne blaut,

Ergriff mich unersättlich LebenslustUnd füllte mir die Augen und die Brust,

Hell in die Lüfte jubelnd rief ich dann:

„Ich bin ein Pilgerim und Wandersmann!“

3. Es war am Corner- oder Langensee,

Auf lichter Tiefe trug das Boot mich hinEntgegen meinem ew’gen, stillen SchneeMit einer andern lieben Pilgerin —

Rasch zog mir meine Schwester aus dem Haar,Dem braungelockten, eins, das silbern war,