Band 
Fünfter Teil.
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Und es betrachtend, seufzt’ ich leis und sann:.,Du bist ein Pilgerim und Wandersinann.“

4. Mit Weib und Kind an meinem eignen HerdIn einer häuslich trauten Flamme ScheinDünkt keine Ferne mir begehrenswert,

So ist es gut! So sollt’ es ewig sein ....

Jetzt fällt das Wort mir plötzlich in den SinnDer kleinen, furchtsamen Sabinerin,

Das Wort, das nimmer ich vergessen kann:

„Da sitzt ein Pilgerim und Wandersmann..“

• (K. F. Meyer.)

141. Der Ring des Polykrates.

(Um 530 vor Chr.)

1. Er stand auf seines Daches

Zinnen,

Er schaute mit vergnügten SinnenAuf das beherrschte Samos hin.„Dies alles ist mir untertänig",Begann er zu Ägyptens König,„Gestehe, daß ich glücklichbin!"-- !

2 . „Du hast der Götter Gunst j

erfahren! >

Die vormals deinesgleichenwaren,

Sie zwingt jetzt deines ZeptersMacht.

Doch einer lebt noch, sie zu rächen;Dich kann mein Mund nicht glück-lich sprechen,

Solang des Feindes Auge wacht."

J. Und eh' der König nochgeendet, !

Da stellt sich, von Milet gesendet,Ein Bote dem Tyrannen dar:

„Laß, Herr, des Opfers Düftesteigen,

Und mit des Lorbeers munternZweigen

Bekränze dir dein festlich Haar!

4. Getroffen sank dein Feind

vom Speere,

Mich sendet mit der frohen MäreDein treuer Feldh err Polydor —"Und nimmt aus einem schwarzenBecken,

Nach blutig, zu der beidenSchrecken,

Ein wohlbekanntes Haupt hervor.

5. Der König tritt zurück mit

Grauen.

„Doch warn' ich dich, dem Glückzu trauen",

Versetzt er mit besorgtem Blick.„Bedenk', auf ungetreuenWellen —