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Wie leicht kann sie der Sturmzerschellen! —
Schwimmt deiner Flotte zwei-felnd Glück."
6. Und eh' er noch das Wort
gesprochen,
Hat ihn der Jubel unterbrochen.Der von der Reede jauchzendschallt;
Mit fremden Schätzen reich be-laden.
Kehrt zu den heimischen GestadenDer Schiffe mastenreicher Wald.
7. Derkönigliche Gast erstaunet:„Dein Glück ist heute gut gelaunet,Doch fürchte seinen Unbestand!Der Kreter waffenkund'ge
Scharen
Bedräuen dich mit Kriegs-gefahren ;
Schon nahe sind sie diesemStrand."
8. Und eh' ihm noch das Wort
entfallen,
Da sieht man's von den Schiffenwallen,
Und tausend Stimmen rufen:„Sieg!
Von Feindesnot sind wir befreiet,Die Kreter hat der Sturm zer-streuet.
Vorbei, geendet ist der Krieg!"
9. Das hört der Gastfreund
mit Entsetzen.
„Fürwahr, ich muß dich glücklichschätzen!
Doch," spricht er, „zittr' ich fürdein Heil.
Mir grauet vor der Götter bleibe;Des Lebens ungemischte FreudeWard keinem Irdischen zuteil.
10. Auch mir ist alles wohl
geraten.
Bei allen meinen HerrschertatenBegleitet mich des HimmelsHuld;
Doch hatt' ich einen teuren Erben,Den nahm mir Gott, ich sah ihnsterben,
Dem Glück bezahlt' ich meineSchuld.
11. Drum, willst du dich vor
Leid bewahren,So flehe zu den Unsichtbaren,Daß sie zum Glück den Schmerzverleih'n.
Noch keinen sah ich fröhlichenden.
Auf den mit immer vollenHänden
Die Götter ihre Gaben streu'»-
12. Und wenn's die Göttter
nicht gewähren,So acht' auf eines FreundesLehren
Und rufe selbst das Unglück her;Und was von allen deinenSchätzen