Band 
Fünfter Teil.
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Es blickte der Alte ihn seltsam an.

Begann: „Es lebte ein deutscher Mann."

Besann sich: „Sind hundert Jahre hin,"

Fuhr fort: „Lern' fleißig! dann kennst du ihn."Und plötzlich glomm ihm die Wange rot:

„Sieh, Bub', wie der Urirotstock loht!

Und wie die Bauen') im Schatten steh'n!

Wie schwarze Warten sind sie zu seh'n!

Es dunkelt der See! Es schimmern die Höh'n!Sieh vor dich, Bub'! Ist das nicht schön?

Und das ist die Heimat, Bub', und frei! .

Und wie sie teuer und herrlich sei,

Sang keiner noch, aus und ein im Land,

Wie er, dessen Name am Stein dort stand.

Und mehr: Was hier in der Brust uns haust!Das jache Blut und die rasche Faust!

Und wie uns leicht doch das Auge taut!

Der Deutsche hat uns ganz durchschaut.

So ist es, daß uns sein Lied vom DellLieb ward wie ein Trunk aus heim'schem Quell,Und daß uns dabei die Seele bebt,

Als hätten wir, was die Vater, gelebt.

So ist es, daß jener deutsche MannSich unser Herz zu eigen gewann."

Der Alte sprach es. Der Nauen schwamm.Die Berge erglühten wundersam.

Und seewärts floß die tiefe GlutUnd quoll zusammen mit seiner Flut.

Da war ein Leuchten am ewigen SchneeUnd war ein Leuchter« im dunklen See,

Als sollt' es zu jenes Gedächtnis sein,

Dessen Name stand am Mythenstein.

') Der Obere und der Untere Bauenstock, zwei Berge.