Band 
Fünfter Teil.
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Der konnt' es nicht sehen. Der schläft zu lang.Der schläft? Nein, nein! Ob der Tod ihn zwang.Er schafft und wandelt und lebt und hatIn der Völker Herzen Heim und Statt!

(Ernst Zahn.)

145. Der goldene Tod.

1. Kein Wind im Segel, die See liegt still —Kein Fisch doch, der sich fangen will!

So ziehen die Netze sie wieder hereinUnd murren, schelten und fluchen drein.

Da neben dem Kutter wird's heller und lichtWie weißliches Haar, wie ein Greisengesicht,

Und ein triefendes Haupt taucht auf aus der Flut:„Ei, drollige Menschlein, ich mein's mit euch gut —

2. Ich gönn' euch von meiner Herde ja viel,

Doch heut' ist mein Jüngster als Fisch beim Spiel,Den mußt' ich doch hüten, ich alter Neck'),

Druni jagt' ich sie all miteinander weg —

Doch schickt ihr den Jungen mir wieder nach Haus,So werft nur noch einmal das Fangzeug aus:

Der schönste ist mein Söhnchen klein.

Das übrige mag euer eigen sein!"

3. Hei, flogen die Netze jetzt wieder in See!

Ho, kaum, daß ihr' Lasten sie brachten zur Höh'!Wie lebende Wellen, so fort und fort

Von köstlichen Fischen, so quoll's über Bord.

Und patscht und schnappt und zappelt und springt -Und bei den Fischern, da tollt's und singt.

Nun plötzlich blitzt es — seht: es rolltEin Fisch an Bord von lauterm Gold!

4. Eine jede Schuppe ein Geldesstück!

Wie edelsteinen, so funkelt's im Blick!

’) Nix, Wassergeist.