Band 
Fünfter Teil.
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5. Zehn Jahre hat er im Sonnenbrand

Die Scholle durchwühlt und des Flusses Sand.

6. Sein Brot, sein Lager — sie waren hart;Doch hat er Gold zusammengescharrt.

7. Zehn lange Jahre voll Sorg’ und Müh’;

Er ruhete nimmer, er schlummerte nie.

8. Was tut’s, daß schon sein Haar erbleicht?Gold wollt’ er gewinnen. — Er hat’s erreicht:

9. Er hält es im Arme, ’s ist schwer und viel.„Nur eine Stunde noch zum Ziel!“

10. Er murmelt’s leis, er zittert wohl.

Es schwankt das Schiff, die See geht hohl. —

*

11. Und lauter braust es; der Donner kracht,Und Blitze durchzucken die Schreckensnacht. —

12. Da gellt ein Schrei: Hilf, Himmel, das Schiff —Es ist zerschellt am Felsenriff. —

13. Doch kräftigen Armes teilt er die Flut;

Das Gold, das Gold, er hält es gut.

14. Jetzt wahr’ ihn gut, deinen Schatz, dein Geld —Schon siehst du den Strand vorn Blitz erhellt. —

15. Und wieder leuchtet ein Wetterschein,

Da hört er’s zur Seite jammern und schrei’n;

16. Da sieht er ein Kind, das schaumbedecktDie flehenden Hände zum Himmel streckt.

17. Er sieht’s. — Er schaudert. — Und unbewußtPreßt er das Gold an seine Brust. .

18. Noch einmal schreit es: ihm geht’s durchs Herz.Er zaudert. — Er blicket himmelwärts —