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19. Da läßt er das Gold — und es sinket im Nu,Und er schwimmt mit dem Kinde der Küste zu.
20. Das Wetter schweigt, er gewinnt das Land.Und innig umfängt ihn des Kindes Hand,
21. Es blicket ihn an so lieb und hold,
Daß ihm in den Bart eine Träne rollt:
22. „So gab ich der schweren Jahre GewinnDicht vor dem ersehnten Ziele hin. —
23. Ein Augenblick — und bettelarm. —
Doch nein! Reich bleib’ ich trotz allem Harm. —
24. Ein Leben erlauscht' ich um Goldes Pracht;Dank, Herr! Du hast es doch wohl gemacht!“
(Livius Fürst.'
147. Die Goldgräber.
1. Sie waren gezogen über das Meer,
— Nach Glück und Gold stand ihr Begehr —
Drei wilde Gesellen, vom Wetter gebräunt,
Und kannten sich wohl und waren sich freund.
2. Sie hatten gegraben Tag und NachtAm Flusse die Grube, im Berge den Schacht;
In Sonnengluten und Regengebraus,
Bei Durst und Hunger hielten sie aus.
3. Und endlich, endlich, nach Monden voll Schweiß,Da sah'n aus der Tiefe sie winken den Preis,
Da glüht' es sie an durch das Dunkel so holdMit Blicken der Schlange, das feurige Gold.
4. Sie brachen es los aus dem finsteren Raum,Und als sie's faßten, sie hoben es kaum,
Und als sie's wogen, sie jauchzten zugleich:
„Nun sind wir geborgen, nun sind wir reich!"
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