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5. Sie lachten und kreischten mit jubelndem Schall,
Sie tanzten im Kreis um das blanke Metall,
Und hätte der Stolz nicht bezähmt ihr Gelüst',
Sie hätten's mit brünstiger Lippe geküßt.
6. Sprach Tom, der Jäger: „Nun laßt uns ruh'n!
Zeit ist's, auf das Mühsal uns gütlich zu tun.
Geh, Sam, und hol' uns Speisen und Wein,
Ein lustiges Fest muß gefeiert sein."
7. Wie trunken schlenderte Sam dahinZum Flecken hinab mit verzaubertem Sinn;
Sein Haupt umnebelnd, beschlichen ihn sachtGedanken, wie er sie nimmer gedacht.
8. Die andern saßen am Bergeshang;
Sie prüften das Erz, und es blitzt', und es klang.
Sprach Will, der Rote: „Das Gold ist fein;
Nur schade, daß wir es teilen zu drei'n!"
9. „„Du meinst?"" — „Je nun, ich meine nur so.
Zwei würden des Schatzes besser froh" —
„„Doch wenn""-„Wenn was"? — „„Nun nehmen wir an,
Sam wäre nicht da"" — „Ja freilich, dann-"
10. Sie schwiegen lang: die Sonne glommUnd gleißt' um das Gold; da murmelte Tom:
„„Siehst du die Schlucht dort unten?"" — „Warum?" —„„Ihr Schatten ist tief, und die Felsen find stumm.""
11. „Versteh' ich dich recht?" — „„Was fragst du noch viel?Wir dachten es beid', und wir führen's ans Ziel.
Ein tüchtiger Stoß und ein Grab im Gestein,
So ist es geschehn, und wir teilen allein.""
12. Sie schwiegen aufs neu'. Es verglühte der Tag,
Wie Blut auf dem Golde das Spätrot lag;
Da kam er zurück, ihr junger Genoß,
Von bleicher Stirne der Schweiß ihm floß.