Band 
Fünfter Teil.
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über seinen sünd’gen Bruder,

Und der erste Bettler steht bekleidet. . .

13. Eia Weihnacht! Eia Weinacht!

Jubelt Erd’ und Himmelreich mit Schallen.Gloria! Gloria! Friede! Freude!

Und am Menschenkind ein Wohlgefallen!

(K. F. Meyer.)

149. Ein Verlorner Sohn.

1 . Wes ist das Licht, das durch die trübe,Sternlose Nacht so tröstend blinkt?

Das Lämpchen ist’s der Mutterliebe,

Das heimwärts dem Verlornen winkt.

2. Ein armes Weib in enger KlauseWohnt dort, ihr Haupt ist altersschwer;

Vor Jahren zog vorn Elternhause

Der einz’ge Sohn fort übers Meer.

3. An ihres Fensters kleine ScheibeSie nächtlich drum die Lampe stellt,

Daß, wenn zurück ihn Sehnsucht treibe,

Der düst’re Pfad ihm sei erhellt.

4. Denn „heute muß er wiederkehren!“Entfachend jener Lampe Schein,

Spricht täglich sie mit bitt’ren Zähren,

Eh’ sie des Abends schlummert ein.

5. Und wenn sie früh die müden GliederVorn Lager hebt beim Morgenrot,

Ruft betend sie: „Heut’ kehrt er wieder!“ — —Sie weiß es nicht, daß längst er tot . . .

6. Es hat die Nachbarin, die gerneDas Neu’ste stets im Dorf erzählt,

Auch einen Sohn jenseit des Meeres,

Der drüben blieb und sich* vermählt’.