Band 
Fünfter Teil.
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7. Der hat es ihr schon längst geschneiten,Daß tot der Sohn der Alten sei;

Jedoch der armen Frau zuliebeBewahrt sie das Geheimnis treu.

8. Und wenn sie Sonntags in der KircheDie Alte fragt: nun kehrt er bald?

Spricht lächelnd sie „geb’s Gott,“ die TränenIm Aug’ rückdrängend mit Gewalt.

9. Im Zorne war er einst geschiedenFort übers Meer zum fernen West;

Doch sie kann sterben nicht in Frieden,

Eh' sie ihr Kind ans Herz gepreßt.

10. Siech ist ihr Leib, grau sind die Haare,Und ihre Hände zittern schon,

Doch spinnt und darbt sie, daß sie spare,

Wenn heim er kehrt, für ihren Sohn.

11. 0 Mutterliebe! Quell der Schmerzen,

Von Gottes ew’gom Angesicht

Abglanz im sünd’gen Menschenherzen,

Du harrst, du hoffst und zweifelst nicht!

12. Laß trostreich deine Leuchte blinken,

In dunkler Nacht den hellsten Stern,

Der Tag, wo du den Sohn wirst finden,

Harr’ aus und hoff’, ist nicht mehr fern!

(Günther Walling.1

150. Der alte Hans.

1. Die Wachtfeuer lodern, bei ihrem ScheinSieht man ruhen die bärtigen Krieger.

Durch die Hände kreist der Becher mit WeinUnd erfreut das Herz der Sieger.

Nur einer sitzt stumm, ein alter Husar,

Der sonst der Fröhlichsten einer war;