Vor Dijon war's; die Pässe der BogesenBedrohte Garibaldis') bunte Schar,
Bourbaki kam von der Loire,
Das hartbedrängte Belfort zu erlösen.
2. Gefahr war im Verzug; drei bange TageHielt Werders gegen Übermacht schon standBei Mömpelgard, und in der HandDes Kriegsgotts schwankte schier die Wage.
Wir Pommern hatten vor Paris gelegenUnd waren schon im Marsch, das zweite KorpsUnd auch das siebente ging vorVon Orleans auf hartgefrornen Wegen.
Z. In Dijon wußten wir den alten ReckenUnd griffen ihn, zwei Regimenter, anMit seinen fünfzigtausend Mann,
Den Flankenmarsch der Korps zu decken.
Der Alte von Caprera^) ließ sich blenden,
Hielt die Brigade für die ganze Macht,
Und nachmittags begann die Schlacht,
Die, ach, für uns so traurig sollte enden.
4. Die Einundzwanz'ger auf dem rechten FlügelDes ersten Treffens hatten schwer Gefecht,
Wir also vor! Und g'rade recht,
Mit Hurra nahmen sie den Hügel;
Dem Feinde auf der Ferse, ging's verwegenBis in die Vorstadt Dijons jetzt hinein,
Hier aber aus der Häuser Reih'nKam mörderisches Feuer uns entgegen.
') Garibaldi: der Befehlshaber der französischen Freischaren. ’) Bour-baki: französischer General ') Werder: preußischer General. *) Der Alte vonCaprera: Garibaldi. Die Insel Caprera an der Nordküste Sardiniens war seinLieblingsaufenthalt.