491
5. Im Steinbruch, mit dem Bajonett genommen.Da fanden wir, vor eines Ausfalls Wucht
Zum Sammeln durch die steile SchluchtGedeckt, notdürftig Unterkommen.
Doch die Fabrik dort in der rechten FlankeWie eine Festung auf uns Feuer spie.
„Vorwärts, die fünfte Kompagnie
Zum Sturm auf die Fabrik, und keiner wanke!"
6. Der Tambour schlägt, es geht wie zur Parade,Die Fahne fliegt uns hoch und stolz voran,
Doch klopft das Herz manch treuem MannBeim raschen Schritt auf diesem Pfade.
Wie Salven rollt und pfeift es in die Glieder,
Es rast der Schnitter Tod und fällt und niäht,
Und wie er seine Reihen sät,
Da sinkt die Fahne und der Träger nieder.
7. Aus dem Gedräng' ein Offizier sie rettet.
„Mir nach!" so ruft er und stürmt kühn voraus.Doch aus dem unglücksel'gen Haus
Grüßt ihn der Tod, der eilig bettet.
Selbst blutend springt der Adjutant vom Pferde,Erfaßt die Fahne, schwingt sie hoch empor —
Da deckt sein Auge dunkler Flor,
Und sterbend küßt sein bleicher Mund die Erde.
8. „Was füllt, das fällt! Vorwärts durch Tod undZwei brave Musketiere greifen zu, fFlammen!"Der eine stürzt: „Versuch' es du!"
Doch auch der andre bricht zusammen.
Nun fällt der Führer auch, wir müssen weichen.
Ein Häuflein war der Rest, vom Feind umringt,Das schlägt sich durch, und es gelingt.
Den Steinbruch endlich wieder zu erreichen.