Band 
Fünfter Teil.
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Dein Wesen möge kindlich bleiben.

Wie sich auch reihe Jahr an Jahr.

3. Rein sei dein Sinn, die Seele heiter,

Frei sei dein Blick, dein Auge klar.

Ein froher Mut sei dein Begleiter,

Fromm sei dein Herz, dein Wort sei wahr.

4. So mand're rüstig durch das Leben,

Es schütze Gott dich in Gefahr,

Nnd was er dir an Kraft gegeben,

Das bring' ihm freudig wieder dar.

(I. Emil Rothenbach.)

154. Der Ring

1. Der glückliche Polykrates,Bang vor der Götter Neid,Hat seinen besten FingerringDem Ozean geweiht.

2 . Und doch — versöhne» kann

er nicht

Das zürnende Geschick,

Ihm gibt das Meer in Fisches-mund

Sein Opfergeld zurück.

155. A

des Polykrates.')

3. Du, weiser als der Griechen-

fürst,

| Nicht in die öde Flut, smeerj Ins arme Volk, ins Menschen-i Wirf deines Danks Tribut.

4. So zahlst du dem gestrengen

Glück

Den rechten Zins und ZollUnd kehrst in Dank und Segen dirDer Brüder Neid und Groll.

(Karl Gerok.)

n Rheine.

1. Da steh' ich sinnend am UferUnd schaue weg über den RheinUnd sehe, wie brechend und brausendSich Wellen an Wellen reih'n,

2 . Mir ist, als seufzten sie alleVon unaussprechlichem Weh

Vgl. 9k. 141.