Band 
Fünfter Teil.
Seite
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Er schaute auf die Engelein, !Die gaukeln in der FensterSchein,

Dann erst auf seine Mutter.

4. Und als er traurig schlich

am Stab

Nach manchen schönen Jahren,Da hat er schon, wie still einGrab,

In meinem Schoß erfahren;

In jener Ecke saß er da,

Und stumm und händefaltend sahEr sehnlich auf zum Himmel.

5. Du selbst — doch nein, das

sag' ich nicht.Ich will von dir nicht sprechen,Hat dieses alles kein Gewicht,So laß nur immer brechen.

Das Glück zog mit dem AhnherrnZerstöre du den Tempel sein, sein,Damit es endlich weiche.

6. Noch lange Jahre kann ichBin fest genug gegründet, ssteh'n,Und ob sich mit der Stürme

Weh'n

Ein Wolkenbruch verbündet,Kühn rag' ich wie ein Fels empor.Und was ich auch an Schmuckverlor.

Gewann ich's nicht an Würde?

7. Und hab' ich denn nicht

manchen SaalUnd manch geräumig Zimmer?

Und glänzt nicht festlich meinPortal

In alter Pracht noch immer?Noch jedem hat's in mir behagt.Kein Glücklicher hat sich beklagt.Ich sei zu klein gewesen.

8. Und wenn es einst zum letzten

geht.

Und wenn das warme LebenIn deinen Adern stille steht.Wird dies dich nicht erheben.Dort, wo dein Vater sterbend lag,Wo deiner Mutter Auge brach.Den letzten Kampf zu streiten?"

9. ^tun schweigt es still, das

alte Haus;

! Mir aber ist's, als schritten! Die toten Väter all heraus,Um für ihr Haus zu bitten,Und auch in meiner eig'nen Brust,Wie ruft so manche Kinder-lust:

Laß steh'n das Haus, laß stehen!

10. Indessen ist der Mauer-

mann

Schon ins Gebälk gestiegen.

Er fängt mit Macht zu brechenan.

Und Stein' und Ziegel fliegen.Still, lieber Meister, geh vonhier,

Gern zahle ich den Taglohn dir;Allein das Haus bleibt stehen

(griebr. Hebbel)