Band 
Fünfter Teil.
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2. Sie hat so treu das Pfund verwaltet,Das ihr der Schöpfer anvertraut,

Im Haus gewirtet und geschaltet,

Am Segen emsig mitgebaut.

3. Es sah sie schon der friih’ste MorgenIn Hof und Feld mit regem Fleiß;

Sie wußte auf und ab zu sorgenUnd scheute nie der Stirne Schweiß.

4. Es ging so rührig, unbefohlenDie Wirtschaft ihren rechten Gang,

Und was ihr heute anbefohlen,

Das trieb sie schweigend jahrelang.

5. Wie frisch aus nie erschöpften QuellenDer Born sich schwingt vorn grünen Bord,So flössen sanft in muntern Wellen

Die Tageswerke wachsend fort.

6. Es war nicht Lohn, der sie getrieben;Sie hat für andre nur gekargt.

So ist sie stets sich gleich geblieben,

Bis man sie gestern eingesargt.

7. 0, ihres Herzens Wurzeln drangenVerweben durch des Hauses Kaum.

Und seine Zweige sausend schlangenSich in der Herrschaft Lebensbaum.

8. Die Liebe war ihr stilles Leben,

Die Dienste nur und Opfer kennt;

Die Treue war ihr mitgegeben,

Die wie ein ewig Lichtlein brennt.

9. 0 schöner Sinn, so rein, so selten,

So unbeachtet tief gestellt,

Du bist es doch, der alle WeltenIn ihrem Kern Zusammenhalt.