Band 
Fünfter Teil.
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5. Und ob im Lenz die Schwalbe sang,

Ob draußen Ros’ und Lilie sprossen,

Ob fern vorn stillen WaldeshangDer Herdenglocken Läuten klang:

Ich stand am Feuer unverdrossen.

6. Und wenn im kalten JanuarDie Winterstürme nimmer ruhten,

Ob spiegelblank das Eis, ob klar

Im Schnee des Gablers 1 ) Fährte war:

Ich schürte trotzig meine Gluten.

7. So Mond auf Mond, jahraus, jahrein,

So tagelang und halbe Nächte!

Stets brannte meines Feuers ScheinWie Vestas*) Feuer hell und rein,

Und hoch den Hammer schwang die Rechte.

8. Wohl träumten mir im Herzen tiefViel wunderbare Melodien,

Ein Zauberwald, der schlief und schlief,

Den keine Frühlingssonne rief,

In Frühlingsschönheit aufzublühen.

9. Mir war ein andres Ziel gestellt,

Mir blieb nicht Zeit zu süßen Weisen.

Oft war die Brust wohl hoch geschwellt,Doch „Schaffen, schaffen!“ rief die Welt,Und rüstig griff ich nach dem Eisen.

10. Zuweilen nur erquoll mein Sang,Wenn feuriger die Pulse glühten:

Zum ernsten Schlag der Kling und Klang,Nur Funken, die beim heißen DrangDer Arbeit mir vorn Amboß sprühten,

11. Der Arbeit, die da nützt und nährtUnd vorwärts trägt der Menschheit Fahnen,

*) Gabelhirsch ’) Göttin des Herdes,