Band 
Fünfter Teil.
Seite
505
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Die Mut verleiht und ManneswertUnd Adel, trotz des Kaisers SchwertUnd langen Reih’n verscholl’ner Ahnen! —

12. Ob mir’s gelang, hei Tag und NachtMein Glück, mein eig’nes Glück zu schmieden? —Oft hab’ ich andre froh gemacht

Und stets an mich zuletzt gedacht:

Ich diente, — und mein Lohn ist Frieden. —

13. Nun mählich wird die Hand mir müd’,Bald schlaf ich in der stillen Kammer,

Zu Häupten legt dem toten SchmiedDen Amboß und sein letztes Lied,

Legt ihm zu Füßen Zang’ und Hammer.

(Friedr. Willi. Weber.)

164. Verloren.

1. Am Wegrand sah ich einen Fremdling liegenUnd wollte hilfbereit die Hand ihm reichen.

In seinen wüsten aufgeduns’nen Zügen

Sah ich mit Schmerz des Feuertrankes Zeichen.

2. Ein frischer Bursch, ging einst er auf die Reise;Geknickt, verdorben liegt er nun am Raine.

Mir ist’s, als ob im Waldesrauschen leiseIn weiter Ferne eine Mutter weine. (L. E.)

165. Zigeunerleben.

1. Im Schatten des Waldes, im Buchengezweig,Da regt sich's und raschelt's und flüstert's zugleich;Es flackern die Flammen, es gaukelt der ScheinUm bunte Gestalten, um Laub und Gestein.

2. Das ist der Zigeuner bewegliche Schar,

Mit blitzendem Aug' und mit wallendem Haar,