Band 
Fünfter Teil.
Seite
512
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174. Abseits.

1. Es ist so still; die Heide

liegt

Im warmen Mittagssonnen-strahle.

Ein rosenroter Schimmer fliegtUm ihre alten Gräbermale;Die Kräuter blüh'n, der Heide-duft

Steigt in die blaue Sommerluft.

2. Laufläfer hasten durchs

GesträuchIn ihren gold'nen Panzer-röckchen,

Die Bienen hängen Zweig umZweig

Sich an der Edelheide Glvckchen;Die Bügel schwirren aus demKraut

Die Luft ist voller Lerchenlaut.

3. Ein halbverfallen niedrig

Haus

Steht einsam hier und sonn-beschienen;

Der Kätner') lehnt zur Türhinaus.

Behaglich blinzelnd nach denBienen;

Sein Junge auf dem Steindavor

Schnitzt Pfeifen sich aus

Kälberrohr.

4. Kaum zittert durch dieMittagsruh'

Ein Schlag der Dorsuhr, derentfernten;

Dem Alten fällt die Wimper zu.

Er träumt von seinen Honig-ernten.

— Kein Klang der aufgeregtenZeit

Drang noch in diese Einsamkeit.

< Theodor Storni.)

175. Das Haus in der Heide.

1. Wie lauscht, vorn Abendschein umzuckt,

Die strohgedeckte Hütte,

— Recht wie im Nest der Vogel duckt —

Aus dunkler Föhren Mitte!

2. Am B’ensterloche streckt das HauptDie weißgestirnte Sterke, 2 )

Bläst in den Abendduft und schnaubtUnd stößt ans Holzgewerke.

') Besitzer einer Kate, Häuslerwohnunq; der Häusler Hausmann,Mietsniann. *) Kuli.