Band 
Fünfter Teil.
Seite
517
JPEG-Download
 

517

r)

6. Nun hier, nun dort,

So taumeln sie fort,

Bis hinab in das Land, fSand.Hinab in der Seen stets durstigen

7. Doch über allDem Sturm und Fall,

Den vergebenen Müh'n,

Dem tosenden Wasser, dem

zagenden Grün:

8. Da thronest duIn sicherer Ruh'

Und bekränzest, o Firn, sstirn.Mit sonnigen Rosen die Königs-

iWilhelm Wackernagel.)

182. Die Lawine.

1. Es wird die schlafende LawineLeis wachgeküßt vorn Sonnenmund,

Und donnernd stürzt sie sich, die kühne,

Vorn Felsengrat zum Talesgrund.

2. Da liegt sie, überragt von Erlen,

Bleich auf der Matte jungem GrünUnd weint, befruchtend, ihre Perlen,

Allmählich sterbend, drüber hin.

(Jakob Vogel.)

183. Winter im Hochgebirge.

(Aus „Lieder der Waldfinken“.)

1. Totenstille. Lautlos kräuseltSich der dunkle Alpensee.

Matte gold’ne SonnentritteHuschen über Eis und Schnee.

3. Wer hat, ein Held,

Sich entgegengestellt?

Sie halten still.

Und keiner ist noch, der fürderwill.

4. Im Sprung, im Schuß,Ein Bach und ein Fluß;

Wer weiß die Zahl sTal?Der Wasser alle, die rennen zu

5. Und hintendrein,

Dem geschleuderten SteinNachsetzend mit Hast,

Der Lawine allzermalmende Last.