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2. Gleiten weiter auf die Fluten,
Weiter übers Gletschermeer,
Fast als ging mit leisem FußeDurch die Eiswelt Gott der Herr.
3. Kalte, graue WasserwellenNagen an des Bergsees Rand;
Aber weiter in die WogenGreift des Eises harte Hand.
4. Langsam müd’ neigt sich die Sonne,Wärmelos, doch rot wie Blut
Und fällt, — eine welke Rose, —
In die todesstarre Flut.
(Meiurad Lienert.)
184. Bergsrühling.
1. Der Lenz ist da, die Lauine fällt,
Sie rollt mit Toben und Sausen ins Tal;
Ich hab' mein Hüttlein daneben gestelltAuf grünende Matten am sonnigen Strahl,
2. Und ob auch die Laue mein Hüttchen trifftUnd nieder es führt im donnernden Lauf —Sobald wieder trocken die Alpentrift,
Bau’ ich mir singend ein neues auf.
3. Doch wenn in meines Landes BannDer Knechtschaft verheerende Löwin fällt,
Dann zünd’ ich selber die Heimstatt anUnd ziehe hinaus in die weite Welt!
4. Hinaus in die Welt, in das finstere Reich,Zu dienen im Dunkel dem fremden Mann,
Ein armer Gesell, der die Sterne bleichDer Heimat nimmer vergessen kann!
(Gottfried Keller.)