Band 
Fünfter Teil.
Seite
525
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5. Wenn die Frohgesprächekreisen,

Halt im Zügel deinen Mund;Wenn die Wahrheit will ent-gleisen,

Öffne ihn zur rechten Stund'!

6. In der Welt ArenasandeKämpfe durch den rechtenStrauß

Bleibe treu dem Vaterlande,Treu dir selber. Zieh hinaus!

(Arnold Dtt.)

195. Abschiedslied.

<An einen auswandernden Freund.)

1. Von Berg und grünen

Weiden

Steigt nieder der Genoß,

Und wieder heißt es meiden.Was treue Lieb' umschloß!

Die letzten JugendtageSind eben nun verrauscht,

Mit rauhem FlügelschlageDer Wind ein Segel bauscht.

2. So geh zu Schiff, Geselle!Und fahre deine Bahn!

Das mutige Wehen schwelleDir alle Segel an!

Doch stet wie deine Ehre,

Und treulich wie dein Sinn,So tragen dich die MeereZu der Atlantis hin!

3. An Weltmeers Silber-schäumen,

Durch fernes PalmengrünSuch' nicht in bangen TräumenDer Heimat Firnenglüh'n!

Doch siehst du bang sich sehnen. Verlaß'nes Schweizerblut,i Da hilf und still' die Tränen,Das steht den Schweizern gut!

4. So schreite fest, umwandleDie Welt an Wundern reich!Kehr' einst und sind uns andre,Will's Gott, uns selber gleich!

! Du kennst die besten Bande,

' Die Altes binden neu:j Bleib treu dem Vaterlande,

! So bleibst dir selber treu!

, (Gottfried Keller.)

196. Stillbeglückt.

1. Der Vogel singtUnd fragt nicht, wer ihm lauscht;Die Quelle rinnt

Und fragt nicht, wem sie rauscht.