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Hânde zu spielen. Nicht nur wiesen sie die Gesuche derevangelischen Stâdte, es als eine „ Wehre und Vormauer“der ganzen Eidgenossenschaft unter die zugewandten Orteaufzunehmen, beharrlich zurück. Sie sclilossen sogar mitSavoyen ein Bündnis, das gegen Bern und Genf gericlitetwar, und der SchultheiB Ludwig Pfyffer erklârte offen,„er wollte, die faute Stadt würde von der Erde vertilgt;wenn der Herzog etwas Ernstliches gegen sie unternehmenwoile, so solle es ihm an Truppen nicht fehlen.“ Zum Glück1584 wachte auBer Bern und Ziirich, welch letzteres 1584 demBündnis mit Genf beitrat, auch das mâchtige Frank reicheifersüchtig über die kleine Republik. Da nâmlich die Herzogevon Savoyen fast immer mit seinem Erbfeind, dem HauseHabsburg, im Bunde standen, wollte es die Stadt um keinenPreis in ihre Hânde fallen lassen. Ein letztes Mal versuchteder Herzog Genf arn 21. Dezember 1602 durcli einen nâcht-lichen Überfall zu gewinnen. Schon hatten 300 Savoyardenauf geschwârzten Leitern die Mauern erst.iegen, als eine Schild-wache sie entdeckte und Lârm schlug. Die Biirger eiltenaus ihren Betten an die Tore, Kanonenschüsse rafften dieLeitern hinweg, und die Eingedrungenen wurden in hitzigemKampfe aufgerieben. Xoch immer feiert Genf den .Tahrestag1602 dieser glücklich abgeschlagenen „Escalade“.
g 26. Die Schweiz im dreiBig.jiihrigen Krieg.
Bündnerwirren. 1618—1648.
1. Anerkennung der schweizerischen U n a b -hângigkeit im westfâlischen Frieden (1648). — Beidem bittern Hasse, der die beiden Konfessionen gegeneinanderbeseelte, entging die Schweiz mehrmals nur wie durch einWunder der Gefahr, in die Religionshândel des Auslandeshineingezogen zu werden. Besonders war das bei dem dreiBig-jâhrigen Krieg in Deutschland der Fall, der im Jahre 1618seinen Anfang nahm. In beiden Glaubenslagern wurden dielieftigsten Leidenschaften rege. Die Katholiken jubelten über