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Schweizergeschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / von Prof. Dr. Wilhelm Oechsli
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Beschlag belegt liatte, zurückgegeben werden sollten. Sowurde der Fortbestand der schweizerischen Ivloster gesichert.i Nur das berühmteste von allen, die Abtei St. Galien, wurde,nachdem sie 1798 durcli die Flucht des Abtes und der Monche1805 sich tatsâchlich aufgelôst hatte, jetzt giinzlich aufgehoben,weil die Ansprüche des geüohenen Fürstabtes mit dem Be-stand des neuen Kantons St. Galien unvereinbar waren.

2. Der Boekenkrieg (1804). So erhielt die Schweizzum zweitenmal eine Yerfassung aus den Handen Frankreichs,der sie sich einfach zu fügen liatte. Allein die Mediationsaktehatte vor der Einheitsverfassung den Yorzug, daB sie dendamaligen Wünschen und Anschauungen des Schweizervolkesweit besser entsprach. Ihre Einführung ging daher ohne Wider-stand vor sich. Nur im Kanton Zürich erzeugte die alteFeindschaft zwischen Stadt und Land nocli einmal blutigenHader. Hier, wie in Bern und andern Stadtekantonen, erlangtedie aristokratische Partei dank der für sie günstigen Be-schrankungen des Wahlrechtes bei den Wahlen zum GroBenRate die Mehrheit und bestellte die Regierung nacli ihremSinne. Schon herrschte deshalb Ârger und Ingrimm unter. einem groflen Teile des Landvolkes. Ein Gesetz über den Los-! kauf der Zehnten und Grundzinse bot der Unzufriedenheitweitere Nahrung, weil es die Loskaufspreise hôher ansetzte,als die Bauern erwartet hatten. Als die neue Regierung denI Gehorsam des Yolkes auf die Probe stellen wollte und vonihm einen Huldigungseid verlangte, wurde dieser von vielenGemeinden, namentlich am See, verweigert. Die Ratsherren,die den Eid abnehmen sollten, wurden beschimpft und ver-hôhnt, das SchloB Wadenswil ging in Flammen auf, und be-waffnete Haufen sammelten sich. Da rief die Regierung dieHülfe des damaligen Landammanns der Schweiz, des BernerSchultheiBen von Wattenv il an, der sofort eidgenossischeTruppen nach Zürich schickte. Als diese am linken Seeuferhinaufrückten, wichen die bis Oberrieden vorgedrungenen1804 Aufstândischen, die ein Schuster W i 11 i von Horgcn befehligte,auf die Hôhen oberlialb dieses Dorfes zurück, leisteten aber