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6. Das Zeitalter der Reformation.
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(1516 — 1648).rer>ufer.
I. Die Reformation.
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>es 1. Ursachen und Ziele der Ueformaiion.
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lls Die große, religiöse Bewegung, welche im zweiten Jahrzehnte des
be- 16. Jahrhunderts in Deutschland und in der Schweiz beinahe gleichzeitig
llt. begann und welche die Wiederherstellung der christlichen Kirche aus tiefem
del Zerfalle zu ursprünglicher Reinheit und Einfachheit bezweckte, heißt Re-
:n, formatiou oder Kirchenverbesserung. Die Ursachen der Bewegung
>es sind zahlreich und mauigfach.
ng Die Anschauungen über Religion und Kirche hatten sich gegen das
er, Ende des Mittelalters immer rascher und entschiedener geändert. Die großen
:ts geographischen Entdeckungen jener Zeit lieferten den Beweis, wie falsch
u; und unhaltbar die Lehren der Kirche in Bezug auf geographische und
m, naturwissenschaftliche Verhältnisse (z. B. Gestalt, Größe und Bewegung
der Erde) waren und weckten auch auf religiösem Gebiete die Zweifel ann; die Richtigkeit der kirchlichen Lehren.
me Die Erfindung der Buchdruckerkunst ermöglichte die rasche
)te Verbreitung vielfacher Kenntnisse. Sie beförderte zugleich das Wieder-
H- aufblühen der Kunst und Wissenschaft. Neue Hochschulen ent-
>at standen. Die herrlichen Geisteswerke der Völker des Alterthums wurden
iso eifrig studirt, die Bibel wieder in ihrer Ursprache gelesen. Tausende von
eit Jünglingen und Männern schöpften aus diesem Borne neues, geistiges
>es Leben. Die wiedergewonnenen Kenntnisse verbreiteten sich rasch in weiteren
Kreisen. Der Drang nach geistiger Freiheit, nach Freiheit des Forschens,>en Denkens und Glaubens wurde immer allgemeiner und suchte die Fesseln
nd der päpstlichen Alleinherrschaft zu sprengen,
iit, Die wichtigsten Ursachen der Reformation lagen in den traurigen Zustän-de den der Kirche selbst. Die Geistlichkeit war mit wenig ehrenvollen Aus-sen nahmen in Unwissenheit und Sittenlosigkeit versunken. Die Klöster jener
ten Zeit waren Sitze des Müssiggangs und des üppigen Lebens. Am schlimmsten
sah es in Rom selbst aus und das weltliche, ja heidnische Leben ampäpstlichen Hofe paßte schlecht zur Stellung des Oberhauptes der Christenheit.Die Kirche strebte nach weltlicher Macht, nach Reichthum und Genuß.