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nicht finden und stand ihr fremd gegenüber. Er trat vom öffentlichen Lebenzurück, geachtet von Freund und Feind. Der Ruf eines edlen, männlichenCharakters begleitete ihn in die Zurückgezogenheit. In die Regierung tratenjunge, thatkräftige Männer,' unter ihnen Ochsenbein und JakobStämpfli.Bern konnte die Aufgabe, Schild und Hort der freigesinnten Schweiz zusein, wieder in vollem Maße erfüllen.
Die Auflösung des Sonderbundes. Die Niederlage der Frei-schareu hatte die Zuversicht und den Uebermuth der Ultramontanen gesteigert;aber auch ihre Gegner nach kurzer Ueberraschung zu neuer, entschlossenerThätigkeit erregt. Mit dem Antrage auf Ausweisung der Jesuiten ver-einigte sich in der Tagsatzung derjenige auf Auflösung des Sonderbundes.Im Juli 1846 erklärten 10^/z Stände das Bündniß der sieben katholischenOrte als bundeswidrig und aufgelöst. Zu einem gültigenTagsatzungsbeschlusse waren jedoch wenigstens 12 Stimmen erforderlich.Die Umwälzung in Genf, Oktober 1846, und die Maiwahlen 1847 inSt. Gallen schafften die zwei fehlenden Stimmen herbei. Bereits rüsteteder Sonderbund mit aller Macht, ja er wandte sich sogar um Hülfe andas Ausland. Diese wurde ihm durch drohende Noten an die Tagsatzung,durch Versprechungen und geheime Waffensendungen und durch Geldbeiträge,namentlich von Seiten Frankreichs und Oesterreichs, gewährt. BewaffnetesEinschreiten der dem Sonderbunde günstigen Mächte wurde jedoch durchden englischen Minister Palmerston, welcher der Eidgenossenschaft freundlichgesinnt war, verhindert.
Anfangs Juli 1847 versammelte sich die Tagsatzung in Bern zuihrer ordentlichen Sitzung. In seiner Eröffnungsrede erklärte der PräsidentOchsenbein mit aller Entschiedenheit dem Auslande gegenüber, daß dieEidgenossenschaft für sich das Recht in Anspruch nehme, ihre innern An-gelegenheiten ohne fremde Einmischung zu ordnen. Nach einigen Sitzungenfaßte am 20. Juli die Tagsatzung mit 12^/z Stimmen den Beschluß,welcher den Sonderbund als aufgelöst erklärte und diesieben Kantone für die Ausführung des Beschlusses verantwortlich machte.Mit lautem Jubel nahm der größte Theil des Schweizervolkes diese Kundeentgegen und mit neuem Muthe faßte die Tagsatzung auch einen Beschlußgegen die Jesuiten. Der Sonderbund weigerte sich, dem Beschlusse nach-zukommen. Darauf sandte die Tagsatzung Abgeordnete in die sieben Kantone,um dieselben zum Rücktritte zu bewegen. Die Friedensvermittler wurden mitHohn und Spott abgewiesen. Jetzt rüstete die Tagsatzung und nachdemalle gütlichen Mittel erschöpft waren, beschloß sie am 4. November diebewaffnete Auflösung des Sonderbundes. Die Ge-sandten des Sonderbundes hatten schon vorher drohend die Sitzung derTagsatzung verlassen.
Der Sonderbundskrieg (November 1847). Die Tagfatzung botdie schweizerische Armee auf und stellte sie unter den Oberbefehl des