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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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sie von der Hand eines Engels oder Heilige» vollführtwären. Gottinnige Frömmigkeit ist die höchste Lehr-nieisterui der Kunst.

XLVIII. Die Häupter des dreißigjährigen Krieges.

So groß die Anzahl der Feldherren und Staats-männer ist, welche in dem langen Kriege mitgewirktund sich einen Namen gemacht haben, so sind es gleich-wohl vorzüglich vier Männer, welche aus den Gang derdamaligen Begebenheiten bestimmend einwirkten: Fer-dinand II., Wallenstein, Gustav Adolf und Riche-lieu. Alle andern Mitbetheiligten des dreißigjährigenKrieges waren mehr Werkzeuge und Gehilfen der Ge-nannten.

Unter verhängnißvolleren Umständen trat wohl nieein Herrscher sein schweres Amt an, als Ferdinand II.Ganz Böhmen war in Aufruhr. Auch in Oesterreich,Mähren und Ungarn war alles, was der protestantischenReligion zugethan war, wider ihn in Gährung. Nur derSeelenstärke und Standhaftigkeit des Kaisers gelang es,für seine Glaubensgenossen wenigstens die Gleichheit derRechte zu bewahren. Gerechtigkeit war eine seiner Haupt-tugenden. Wohl erließ er im Jahre 1627 ein Edikt,nach welchem kein unkatholischer Unterthan mehr in sei-nem Reiche geduldet werden sollte. Dieses veranlaßtezahllose protestantische Familien — man sagt 30,000 —zur Auswanderung. Manche haben den Kaiser hierüber hartgetadelt; „aber," bemerkt ein protestantischer Schriftsteller,„protestantische Fürsten hätten unbedenklich in ähnlichenFällen ähnlich gehandelt, wie dies unzählige Beispieleaus der Reformationsgeschichte beweisen. Als der Kur-fürst von der Pfalz, Friedrich III., bisher Lutheraner,das calvinische Bekenntniß annahm, zwang er alle Ge-meinden seines Landes zu demselben Schritt, und jeglichermußte das Land verlassen, der sich dessen weigerte. Drei-