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umringten sie ihn auf's neue, um ihm die Hände mtjden Nucken zu binden. „Was maßt ihr euch an?" riefer unwillig; „thuet, was euch befohlen ist, nur bindenlasse ich mich nicht." Schon wollten die Henker Gewalt an-wenden, als der Beichtvater hinzutrat und den König andas Beispiel Jesu erinnerte. Und gelassen streckte jetzt Lud-wig seine Hände hin und sprach: „So bindet sie denn,damit ich. den Kelch der Leiden bis auf die Neige trinke."Dann trat er aus die linke Seite des Gerüstes und rief:„Still, Trommelschläger!" Sie hielte» ein, und Ludwig
Ludwig XVI.
sprach mit vernehmbarer Stimme: „Franzosen, ich sterbeunschuldig an allen Verbreche», deren man mich anklagt:ich verzeihe den Urhebern meines Todes und bitte Gott,das; das Blut, welches ihr jetzt vergießen wollet, nie überFrankreich komme. Und du, unglückliches Volk . . . !"Diele letzten Worte wurden von dem Getöse aller Trom-meln verschlungen, die aus Santerre's Gebrüll zu wirbelnbegannen. Sogleich ergriffen die Henker ihr Opfer undführten es unter das Fallbeil. Der Beichtvater kniete nebendem König und rief ihm die Worte zu: „Solm des hl.Ludwig, steige hinauf gen Himmel!" Da fiel das Beil,