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waren die andern. Zu den erdrückenden Leistungen an den Staatkamen für die Bauern noch die unablöslichen Feudallasten, dieGrundzinsen, Fronen und andern Dienstbarkeiten, die seit dem Mittel-alter auf ihren Gütern hafteten, hinzu, sowie der Zehnten. Man hatberechnet, daß ein französischer Bauer von 100 Fr. Einkommen 53 Fr.dem Staat als direkte Steuer, 14 Fr. dem adligen Gutsherrn anFeudalabgaben und 14 Fr. der Geistlichkeit als Zehnten bezahlenmußte, und von den 19 Fr., die ihm blieben, hatte er noch einen Teilindirekt durch den Verbrauch des übermäßig besteuerten Salzes undanderer Lebensmittel dem Staate abzugeben. War es da ein Wunder,daß er auf dem fruchtbarsten Boden, durch die angestrengteste Arbeitnicht dazu gelangen konnte, sich und seine Familie auch nur vor demVerhungern zu schützen I Die Bevölkerung des von Natur so gesegnetenLandes nahm ab statt zu; die Dörfer verfielen, ein Viertel des pflug-fähigen Bodens war verlassenes, unangebautes Heideland geworden.— Und doch, obschon dem Bauer das Blut aus den Fingernagelngepreßt und von der Regierung kein Mittel verschmäht wurde, Geldzu machen, reichten bei der gewissenlosen Wirtschaft des Hofes die Ein-nahmen nicht hin, um die Ausgaben zu decken. Jahr für Jahr schloßdie Staatsrechnung mit einem großen Defizit ab, so daß die Staats-schuld lawinenartig anwuchs. Das waren die Zustände im Stamm-lande der Aufklärung. Wohl empfanden die Bessern die Unwürdigkeitdes Bestehenden. Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt erhob sich trotz Zensurund Bastille die öffentliche Meinung immer ungestümer. Voltaire,Rousseau und viele andere sagten eine furchtbare Katastrophe voraus,wenn ihr nicht durch weise Reformen vorgebeugt werde. Ludwig selbst
verpflichtet, auf den Kopf seiner Familie mindestens 7 Pfund im Jahr zu kaufen,und zwar nur für seinen gewöhnlichen Hausgebrauch. Wollte er z. B. Fleischeinsalzen und kaufte er nicht besonderes Salz dazu, so wurde ihm das Fleischweggenommen und er obendrein noch um 300 Fr. gebüßt. Jeden Tag sah manUnglücklichen, die kein Brot hatten, alles wegnehmen, weil sie kein Salz kaufenkonnten. Wegen der einzigen Salzsteuer fanden nach dem Eingeständnis einesFinanzministers noch unmittelbar vor 1789 jährlich 4L00 Auspfändungen,3400 Einkerkerungen und SOO Verurteilungen zur Geißel und zu den Galeerenstatt. Siehe Taine, Regime, S. 473.