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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen, sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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3. Einigende Bande. Wie zahlreich indessen die grie-chischen Völkerschaften auch waren und wie verschieden geartet,so wurden sie doch zusammengehalten durch die Sprache, dieReligion und die Nationalspiele. In der Regel führte auchderjenige Staat, der mächtiger war, eine gewisse Vorherrschaftoder Hegemonie über die andern. Den gemeinsamen NamenGriechen" gaben ihnen die Römer.

Die Sprache der alten Griechen war sehr wohlklingendund kunstvoll. In griechischer Sprache verfaßte Homer, derNationaldichter der Griechen, seineunsterblichen Gesänge; in grie-chischer Sprache schrieben Platound Aristoteles, die größten Phi-losophen des Altertums, ihreWerke. Lange Zeit war sie dieSprache der Wissenschaft undBildung. Deshalb muß sie auchheute noch von den studierendenJünglingen gelernt werden.

Als Götter verehrten dieGriechen eine ganze Reihe vonWesen. Kunst und Wissenschaft,

Handel und Wandel, Leben undSterben, das häusliche wie dasöffentliche Glück wurden unterden Schutz besonderer Götter ge-stellt. Den Göttern zur Ehre wurden prächtige Tempel undAltäre errichtet. Priester und Priesterinnen versahen denGottesdienst. Auch feierte man besondere Feste und heiligtegewisse Tage.

Der oberste Gott der Griechen war Zeus. SeinenHimmel nannten sie Olymp. Ihm gehörte das National-heiligtum zu Dodona. Als Licht- und Sonnengott, als Be-schützer alles Edlen und vor allem der staatlichen Ordnungwurde Apollo angerufen. Diesem war das Heiligtum zuDelphi geweiht. Hermes war der Götterbote, Pallas Athenedie Göttin der Weisheit und des Krieges. Die Göttinnender Wissenschaften und Künste nannte man Musen. Eswaren ihrer neun. Die Muse der Geschichte hieß Klio. Auchgab es Halbgötter oder Heroen.

Homer.

Büste in London.