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Schacht«! mitgemacht hoben, nicht einsehen, daß Üppigkeit etwas Sklavi-sches, die Arbeit aber etwa« Königliches ist." Die Königin von Karlensandte ihm zmn Geschenke ihre Köche. Alexander aber wies sie zurück undschrieb der Königin, sein Lehrer Leonidas habe ihn zwei vortreffliche Kochekennen gelehrt: die Arbeit, nm das Mittagessen, nnd die Mäßigkeit beimMittagessen, nm das Abendessen schmackhaft zu machen. In seinem Zeltebeschäftigte er sich gern mit Schreiben, besonders an seine Mutter. Strei-tigkeiten einzelner Krieger entschied er selbst. Dabei Pflegte er, ein Ohizuzuhalten, nm es, wie er sagte, für den Angeklagten aufzubewahren.
Unterdessen hatte der Perserkönig Darms III. ein neuesHeer gesammelt. Sofort eilte Alexander ans Ägypten zurück,um den Gegner im Innern des Landes aufzusuchen. BeiGangamela, jenseits des Tigris, kam es zur Schlacht.Über eine Million Krieger standen auf der Seite der Perser.Alexander verzagte nicht. Der Erfolg war, das; kaum 300der Seinigcn, dagegen über 100,000 Perser das Schlachtfeldbedeckten. Triumphierend zog er in Babylon ein und be-mächtigte sich bald auch der übrigen Hauptstädte des Landes.
Alexanders Erobcrnngslnst war jedoch noch nicht gestillt.
Er brach nach dem Goldlande Indien aus. Allein die Sol-daten waren des Sieges müde und verlangten die Rückkehr.Alexander kam teils zu Schiff, teils auf dem Lande wiedernach Babylon, um von dort ans das neue Reich zu ordnen.
4. Alexanders Tod und die Teilung des Reiches (323). sssInmitten seiner Pläne raffte Alexander in Babylon einplötzliches Fieber dahin, erst 33 Jahre alt. Da er kinderlosstarb, zerfiel auch sein gewaltiges Reich wieder. Am Nil ent-stand ein Reich Ägypten, in Kleinasien das Reich Syrien;auf der Balkanhalbinsel blieb Mazedonien, bis endlichdie Römer wieder alle drei unter einem Szepter vereinigten.
Alexanders Pläne. Alexander gedachte, Babhlon znr Hauptstadtseines Reiches zu machen. Sein Einzug in diese Stadt übertraf alles,was man bisher an Pracht nnd Glanz gesehen hatte. An der Spitze seinessiegreichen Heeres rückte er heran. Die gesamte Bevölkerung eilte ihm ent-gegen. Alles war festlich geschmückt und voll des lautesten Jubels. DieGesandten Asiens, Europas und Afrikas nahten sich, nm ihn in seinenTriumphen zu beglückwünschen. Sogar das damals noch fast unbekannteVolk der Römer hatte Gesandte geschickt. Der Ruf seiner Thaten war bisin die entferntesten Gegenden gedrungen. Aber größer noch als seineThaten waren seine Pläne. Mit Heer und Flotte wollte er jetzt an dieMündungen des Enphrat ziehen, Arabien nnd ganz Afrika umsegeln, danndurch die Säulen des Herkules ins Mittelmeer einlaufen nnd Karthagoerobern endlich dnrch den Hellcspont inS Schwarze Meer eindringen, nmzu sehen, ob cS mit dem Kaspischcn Meere und dadurch mit dem Indischen