Band 
Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
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Rat verbanden sich die verschiedenen deutschen Völkerschaftenzu einer Verschwörung gegen die verhaßten Fremden. Da-rauf erregte ein Stamm einen Aufstand gegen Varus. Diesergriff zu den Waffen. Doch diesmal hatte er sich getäuscht.

Denn sofort griffen jetzt auch alle übrigen Bundesgenossenin den Kampf ein. Varus erlitt die furchtbare Niederlage(Hermannsschlacht) im Teutoburgerwalde im Jahre 9 n. Chr. ®und Deutschland war wieder ein freies Land. w '

3. Roms Niedergang. Von jetzt ab begann der SternRoms zu sinken. Denn kaum fünf Jahre nach dieser Nie-derlage starb auch Angnstns. Schon seine nächsten Nachfolger,Tiber ins, Casus, Clenotins und Nero aber tratennicht mehr in feine Fnßstapfen ein. Vielmehr wurden sie Ty-rannen des Volkes in des Wortes schlimmster Bedeutung.So erließ Tiberius ein Gesetz, nach welchem jeder vernichtetwerden sollte, der nur fein Bild niedriger zu stellen wagte,als eine andere Statue. Nero ermordete seinen eigenen Bruder,feine Mutter und seine Gattin. Auch ließ er einen ganzenStadtteil Roms anzünden nur, um ein Bild von dem BrandeTrojas zu haben.

Bessere Regenten waren allerdings wieder Vespasian,der Erbauer des Kolosseums, eines Theaters, das über ÄO,000Menschen faßte; Titus, der Jerusalem zerstörte und demdie Römer sogar den schönen Beinamen „die Wonne desMenschengeschlechtes" gaben (Ansbrnch des Vesuv und Verschüt-tung von Pompeji und Hercnlanum [79]) ; Hadrian , der denGrund zur heute noch bestehenden Engelsburg legte unddem besonders die Handhabung von Recht und Gerechtig-keit in den Provinzen nachgerühmt wird, und Trajan,von dem sein Zeitgenosse, der große, römische GeschichtsschreiberTacitus erzählt: „Unter ihm genoß man das seltene Glück,denken zu dürfen, was man wollte, und sagen zu dürfen, wasman dachte". Trotzdem vermochten auch diese dein nahendenVerderben keinen Einhalt mehr zu thun.

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4. Der Zerfall der Sitten. Denn fürs erste nahmenAusschweifung und S i t t e n l o s i g k e i t immer mehr über-hand und entnervten das Volk.

So verschwendete man Riesensummen für Mahlzeiten. Nur das paltol« Leckerbissen, was selten und teuer war. Datteln holte man aus Sy-