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rien, Pflaumen aus Ägypten, Oliven aus Tarent. Ebenso aß man Lerchenund Nachtigallen. In den Gärten hielt man große Fischweiher, in denenFische aus den entferntesten Gewässern gehalten wurden. Auch fütterteman diese mit Menschenfleisch, um sie schmackhafter zu machen. Ebensowurden nur die seltensten Weine aufgetragen, ja die Gemahlin des Crassnslöste in dem Weine, den sie ihren Gästen vorsetzte, sogar Perlen auf. Sokostete j. B. eine Mahlzeit bei dem vornehmen Römer Lucnllus jedesmalrund 30,000 Franken.
Marmor, kostbare Mosaiken und Wandgemälde aber schmückten dieGemächer, und Bäder, Springbrunnen und Säulenhallen die Gärten.
Am meisten aber war das Bolk jetzt auf die Schauspiele versessen,so daß auch die Hunderttansende von Armen, die Rom dainals neben denSklaven beherbergte, nur nach „Brot und Spielen" schrie, und um Brotund Spiele sich ein jeder auch die ganze Menge zu seinem Zwecke dienst-bar machen konnte. Die beliebtesten dieser Spiele aber waren die Rcnn-fahrten im Cirkus und die Gladiatorenkämpfe. Da mußten z. B. ingroßen Amphitheatern, die in Halbkreisen erbaut waren, eigens dazu ab-gerichtete Sklaven oder Kriegsgefangene (später auch Christen) gegen ein-ander oder mit wilden Tieren kämpfen, nur um die Schaulust der Mengezu befriedigen. Ja, es wurden zu diesem Zwecke sogar eigene Fechter-schulen errichtet und die Kämpsenden nach bestimmten Regeln ernährt.
Ebenso schwand die Furcht vor den Göttern immer mehr. An ihreStelle aber trat der Aberglaube und der Schrecken vor dem blinden Zufall. *)
Viele Kaiser erblickten überdies das Hauptziel ihrer Re-gierung darin, das inzwischen entstandene Christentum ausihrem Reiche zu verdrängen.
Endlich entstanden bei Hof bei jeder neneil Kaiserwahlneue Streitigkeiten und Reibereien; Mord und Gewalt sührtcnzur höchsten Stelle im Reiche. So regierten innert hundertJahren (180—284) nicht weniger als 20 Kaiser.
5. Der Untergang, n.) Die letzten Kaiser. Erst Dio cletian(284—305) stellte die Ruhe wieder her, indem er noch dreiMitregentcn annahm. Constantin der Große (306—337)endlich verlegte seine Residenz von Rom nach Byzanz (Konstan-tinopel). Damit überließ er Rom seinem Schicksale. Theo-dosius derGroße aber teilte es 395 in ein o st r ö m i s ch e sund ein weströmisches Reich.
d) Die Völkerwanderung. Gleichzeitig stürmten vonNorden her bereits die ersten wandernden Völker her-an und verwüsteten und verheerten das Land. Auf demThrone des weströmischen Reiches saßen nur noch schwache
Klein, a. a. O. 443.