53
Könige, ohne alle Macht und Gewalt; die oströmischen Fürstenaber ließen sie zudem schmählich im Stiche,
e) Odoaker. So hatte denn also auch für das einst sostolze und mächtige Reich der Römer die letzte Stunde ge-schlagen, Es war im Jahre 476 n. Ehr,, als der Hernler-sürst Odoaker, dessen letzten Kaiser Romulus Augustulns,vom Throne stürzte.
8. Zie Schweiz zur Zeit der Warner.
Die Urzeit, Die ersten Bewohner unseres Landes warendie Höhlenbewohner und die Pfahlbau er. Aus jeneweisen noch heute mannigfache Funde an Waffen, Gerätenu. s. w„ besonders in den Felsenhöhlen des Jura hin; Spurenvon Pfahlbauten finden sich an den meisten Schweizerseen,Es waren dies einfache Hütten mit einem, höchstens zweiRäumen für Menschen und Vieh. Sie waren auf in das Wassereingerammten Banmstännnen errichtet und mit dem festen Landedurch eine Art Hängebrücke verbunden. Die Wände und derFußboden bestanden aus Weidengeflecht, das mit Lehm über-zogen war; das Dach bildete Baumrinde, Stroh, Schilf oderReisig. Oft standen auch mehrere solcher Hütten beisammenund bildeten dadurch Wasserdörfer. Zweck dieser Bauart aberwar der Schutz einerseits vor wilden Tieren, andererseits auchvor plötzlichen Überfällen verfeindeter Nachbarn.
Ihre Nahrung fanden die Ansiedler wohl in dem Er-trage des Fischfanges, der Jagd, des Ackerbaus und der Vieh-zucht, Ihre Kleidung bestand aus Tierfellen, später vielleichtaus Geweben von Flachs; ihr Gerät war Töpfergeschirr, ihreWerkzeuge bildeten sie aus Holz, Horn, Knochen und Stein.Erst später lernten sie, wie die Überreste zeigen, auch dieMetalle, Bronze und Eisen, kennen und verließen so besserausgerüstet allmählich auch den See, um an seinen Gestadenden Wald zu reuten, Bär und Eber zu erlegen und freund-liche Weiler und Dörfer zu bauen.
Wann die ersten Ansiedlungen in unserm Landestattfanden, ist nicht ermittelt. Wahrscheinlich geschah diesschon Jahrtausende vor Christus.