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Allerdings erkannten diese bald die wahre Absicht des Or-getorix, ihre Freiheit zu vernichten, und bedrohten ihn des-halb mit dem Tode.
Doch blieben sie bei dem gefaßten Entschlüsse. An Stelledes Orgetorix trat noch einmal Diviko an die Spitze desHeeres. So waren alle von neuem Mute und neuem Ver-trauen beseelt. Die Helvetier besaßen damals etwa 12 Städteund 400 Dörfer. Diese verbrannten sie, damit keiner mehrHoffnung habe, zurückzukehren und um so tapferer kämpfe.Der Zug zählte mit Weibern und Kindern über 350,000Personen, darunter gegen 90,000 streitbare Männer.
2. Der Kampf mit Cäsar. Doch auch diesmal war ihnendas Glück nicht günstig. Statt des Marius trat ihnen Cäsarentgegen. Zuerst verwehrte er ihnen bei Genf den Über-gang über die Rhone. In der Schlacht bei Bibrakte imheutigen Burgund sodann schlug er sie vollends aufs Haupt,so daß sie sich auf Gnade oder Ungnade ergeben mußten.
Immerhin ehrte Cäsar ihre Tapferkeit und begnügte sichmit der Unterwerfung. Sie mußten einfach in ihr Land zu-rückkehren, Städte und Dörfer wieder aufbauen und die Ober-58 Herrschaft der Römer anerkennen. Es war im Jahre 58 v. Chr.
3. Die Unterwerfung der Walliser und Rätier. Schonim darauffolgenden Jahre aber wurden durch einen Ober-feldherr Cäsars auch die tapfern Walliser besiegt. Endlich— es war unter Kaiser Augustus im Jahre 15 v. Chr. —unterlagen auch die Rätier der römischen Macht. Sostand von jetzt an das ganze Land unter der Herrschaftder Römer.
c) fj ehret hm unter der Herrschaft der Ilömer.
(15 v. Chr. bis 400 n. Chr.)
1. Die Lichtseiten. Der Einfluß der Römer auf dieHelvetier war indessen im allgemeinen ein guter. Da lerntenunsere Vorfahren noch besser als zuvor den Ackerbau, denHandel und das Gewerbe kennen. Ja, selbst Künste undWissenschaften der Römer fanden Eingang innert unsernGrenzen. Neue Städte blühten empor, wie Augusta Rau-raeornm (Kaiseraugst), Vindonissa (Windisch) und Arbor felix