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2. Chlodwigs nächste Nachfolger. Nach Chlodwigs Todfall) aber teilten sich seine vier Söhne in die Regierung desReiches. Ihnen folgten Schwächlinge auf den Thron. Zudemherrschten zwischen den einzelnen Königsfamilien die größtenund langwierigsten Familienstreitigkeiten. So verloren dieseschließlich alles Ansehen, und an ihrer Stelle regiertendie sogenannten „Hausmeier" aus der Familie der Pi-pinen. Es waren dies eine Art Hofbeamte (Minister), zu-gleich mit der -Oberaufsicht über die königlichen Güter undder Heerführung in Kriegsfällen betraut.
3. Die Hausmeier. Die berühmtesten unter diesen Haus-meiern waren Pipin von Her ist al, der um das Jahr 500regierte, und dem es sogar gelang, sich die Würde des Haus-meiers für das ganze Reich zu verschaffen und für seineFamilie erblich zu machen; Karl, genannt „Martell",
d. i. der Hämmerer, weil er im Jahre 732 in der Schlacht 732zwischen Tours und Poitiers die wilden Sarazenen (Mauren,Muhammedaner) besiegt und so das ganze Abendland vonschrecklicher Verwüstung gerettet hatte; und endlich Pipinder Kleine, der den schwachen König Childerich III. voll-ständig stürzte und so mit der Gewalt auch die Krone aussich vereinigte (751—768). Damit aber eröffnete derselbe auch 751zugleich die lange Reihe der fränkischen Könige aus dem Hauseder Karolinger (751—911).
4. Pipin der Kleine. Auch zog Pipin zweimal mit einem
fränkischen Heere über die Alpen, schlug dort die Lango-barden, die unter König Aistnlf neuerdings das römischeGebiet bedrohten. Die eroberten Länder aber schenkte er demPapste und legte damit zugleich den Grund zum Kirchen-staate (754). 754
Schon Constantin der Große hat der Kirche viele Güter geschenkt.
Doch war der Papst noch nicht oberster Herrscher iSonverain). Die By-zantiner dagegen hatten ihre Unterthanen trotz aller Bitten schutzlos gelassen.
Die Langobarden hatten kein Recht darauf; Pipin hatte das Gebiet ingerechtem Kriege erobert und konnte es darum auch nach Gutdünken ver-schenken. Er that es, indem er erklärte: „Nicht für die Byzantiner habendie Franken ihr Blut vergossen, sondern für den hl. Petrus."
Den Ruhm der Franken aber, und speziell der Karolinger, begründete derjenige, der ailch dem ganzen Hause denNamen gab: Karl der Große, Pipius Sohn, der ihm nachdessen Tode (768) auf dem Throne folgte. 768