Band 
Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
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von ©t. Gallen 3. B. als Dichter, Maler, Bildhauer n. s. w. IhreSchule aller besuchten selbst Könige und Fürstensöhne. St. Gallen eifertenE i n s i e d e l n, später auch E n g e l b e r g und M u r i nach. Ebenso warendie Klöster auch thätig für den Land bau und die Werke der Nächsten-liebe. In letzterer Beziehung war z. B. besonders berühmt das Hospizauf dem großen St. Bernhard.

6. Muhammed.

1. Muhammeds Lehre. Ein gefährlicher Gegner abererstand dem Christentilm um eben diese Zeit im Morgenlandein der Person Muhammeds.

Muhammed, geboren zu Mekka im Jahre 570, behaup-tete, von Gott durch den Engel Gabriel berusen worden zusein, die Urreligiou Abrahams wieder herzustellen. SeineLehre ist ein Gemisch von Heidentum, Judentum und Christen-tum. Sein oberster Grundsatz war: Es ist nur ein Gott(Allah) und Muhammed ist sein Prophet. Auch Moses undChristus waren Propheten; Muhammed aber ist der größte.Krieg für den Glauben und gegen die Christen galt als dashöchste Verdienst.

2. Ausbreitung. Muhammed trat zu Anfang des 7.Jahrhunderts auf. Doch mußte er von Mekka nach Me-dina flüchten („Hedschra"), kehrte aber bald wieder zurück underoberte Mekka und ganz Arabien.

Seine Nachfolger, die Kalifen, aber waren von jetztan zugleich die geistlichen und weltlichen Beherrscher des Lan-des. Auch eroberten sie bald noch Syrien, Palästina, Ägypten,Pcrsien, Nordafrika und Sizilien. Ja. sogar Spanien ge-wannen sie durch die unglückliche Schlacht gegen die Westgotenbei Leres de la Frontera (711). Erst Karl Martellriialso schlug sie, wie schon früher erwähnt wurde, 732 zwischen 732Tours und Poitiers.

Die Lehren Muhammeds aber wurden von eben diesenKalifen allmählich gesammelt und in einem eigenen Buche,„Koran", niedergelegt.

7. Die sächsischen Kaiser.

( 919 — 1024 .)

Bis jetzt war Deutschland ein erbliches Königtumgewesen, d. h. Amt und Würde des Königs gingen durch