Band 
Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
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zur Handhabung des Rechtes und der Gerechtigkeit selbst mehr-mals die Provinzen. Auch sührtc er in Deutschland densogen. Gottess rieben ein. Es war dies gleichsam einWaffenstillstand voin Mittwoch Abend bis Montag Morgen.Die endlosen Kriege hatten nämlich die Sitten ganz ver-wildert und Recht und Gerechtigkeit untergraben. Die Stärkeder Faust entschied über alles. (Faustrecht.) Raub undÜberfall, besonders wandernden Kaufleuten gegenüber, warenan der Tagesordnung. Daher führten die Bischöfe von Bur-gund den Gottesfrieden ein, d. h., wer vom Mittwoch bisMontag, also an den durch das Leiden, den Tod und dieAuferstehnng des Herrn geheiligten Tagen, sich an Leben,Hab oder Gut des Nächsten vergriff, wurde mit dem Kirchen-banns belegt, d. h. von der Gemeinschaft der Kirche ausge-schlossen.

Zweimal zog Konrad nach Italien, um die wiederunruhigen Lombarden zu züchtigen. — Auch gewann er B u r-gnnd für das deutsche Reich.

2. Heinrich III. Heinrich III. (1039—1056) trat indie Fußstapfen Ottos I. Die Herzoge von Böhmen, die Un-garn, die Italiener, alle mußten sich seinem Willen fügen.Ja, selbst in das kirchliche Gebiet griff er wohlthätig ein.Durch den Einfluß der italienischen Adelsfamilien auf diePapstwahl wurden nämlich drei Päpste auf einmal gewählt.Da legte sich Heinrich ins Mittel. Die beiden Gegenpäpstewurden abgesetzt; der rechtmäßige Papst Gregor VI. danktefreiwillig ab, und die kirchliche Einheit war wieder hergestellt.

3. Heinrich IV. Leider aber war Heinrich IV. (1056bis 1106) beim Tode seines Vaters erst 6 Jahre alt. Freilichregierte für ihn zunächst seine Kaiserin-Mutter, Agnes, eineFrau von ausgezeichneten Eigenschaften und allen Ernstesdarauf bedacht, den jungen Prinzen gut zu erziehen. Dochführten abermalige Ränke der Großen bald eine Änderungherbei. Der Knabe wurde der Mutter entführt, und Erz-bischof Hanuo von Köln übernahm jetzt dessen ,Leitungund nach ihm Bischof Adalbert von Bremen. Ihre Grund-sätze aber kreuzten sich; der erste behandelte Heinrich zu strenge,Adalbert dagegen ließ ihn nach Belieben gewähren. Zudemflößte ihm der letztere einen unversöhnlichen Haß gegen dieSachsen ein.