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a) Kampf gegen die Sachsen. So kam Heinrich auf denThron, kaum 16 Jahre alt. ohne Halt und ohne Stütze,und ohne einen andern Willen zu kennen, als den seinerLaune. Die Sachsen empörten sich. Heinrich unterlag zuerst;nach endlosen Kämpfen aber trug er doch den Sieg davon.
Nun schaltete er unter ihnen mit empörender Härte und Willkür.
ll) Gregor VII. und die kirchlichen Mitzständc. Auf dempäpstlichen Stuhle zu Rom saß seit 1073 Gregor VII. Um > 0 "!diese Zeit aber herrschten in der Kirche verschiedene Übelstände.Weltliche Fürsten verliehen Bistümer und Abteien durch dieBetehnung mit Ring und Stab oder die Investitur. Da-durch gerieten die Bischöfe in Abhängigkeit von den Fürsten.
Oft wurden auch Unwürdige zu den höchsten Ehren und Ämternbefördert. Ja, nicht selten wurden solche Ämter sogar umGeld verkauft und so der Fehler der S i ni o n i e begangen.(Bergl. die bibl. Erzählung von Simon dem Zauberer.) Überdies hatten
viele Geistliche gegen ihr Gelübde und das Gesetz der Kirchesich verehelicht. (Konkubinat.) Gregor VII. hatte es sich alsozur Lebensaufgabe gesetzt, diese Mißbrüuche zu heben. Darumverbot er in erster Linie die sogenannte Laien investitur.
Die Fürsten dagegen stützten sich auf das Recht der Gewohnheit.Gregor erklärte: „Was einmal Unrecht war, kann niemalsRecht werden."
c) Der Jnvestiturstreit. Borzüglich aber war es derdeutsche König Heinrich IV., der sichrem Papste widersetzte.Zudem wandten sich jetzt auch die L-achsen an Gregor, alsden gemeinsamen Bater der Christenheit, mn ihn als Ber-inittler zwischen ihnen und dem König anzurufen. Endlichwar Heinrich auch seines lasterhaften Lebens wegen angeklagt.
Gregor ermähnte ihn also zunächst, zu seiner Pflichtzurückzukehren. Doch umsonst! Da lud er ihn zur Verant-wortung nach Rom. Heinrich antwortete, indem er den Papstfür abgesetzt erklärte und einen Gcgenpapst wühlen ließ. Gregorsprach den Bann über ihn aus. Noch mehr aber waren jetztdie deutschen Fürsten selbst über Heinrich erbittert. Im Jahre 10761076 versammelten sich diese daher zu Tribnr und erklärtenihn einfach des Thrones für verlustig, wenn er nicht innertJahresfrist vom Banne befreit sei.
ck) Canossa. In dieser Not eilte Heinrich mitten imWinter über die Alpen nach Italien. Er traf den Papst