Band 
Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
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zugleich den Anfang der schweizerischen Eidgenossen-schaft.

3. Andere Fürstenhäuser in der Schweiz. Freilich herrsch-ten auch jetzt noch mächtige Grafen und Fürsten. So waren imOsten der Schweiz insbesondere die Grafen von Kyburg.Überdies erbten diese jetzt auch noch den größten Teil derzähringerischen Güter.

Im Westen dagegen erhob sich das Haus Savoyen,besonders unter Peter, der zugleich mit dem Hause Kyburgverwandt war. Doch starb auch Kyburg schon 1268 aus undauch Savohen ging dem Verfalle entgegen.

Nur noch die Habsburger, die seit 1020 aus demWülpelsberge im Aargau wohnten, hielten also stand. Ihnenaber gehörten jetzt und besonders auch nach dem Aussterben derGrafen von Lenzburg und Kyburg, wie dem Zerfalle desHauses Savoyen, die meisten Besitztümer. So besaßen siedie Landschaften Aargau, Zürich, ebenso Güter in Luzern,Schwyz, Unterwalden u. s. w. — und die Gründling eines neuenKönigreiches in der Schweiz lag wohl nahe. Doch in demselbenAugenblicke war auch schon die schweizerische Freiheit geboren.

Kulturgeschichtliches aus dem X.—XIII. Jahrhundert,a) Kirche und Staat.

1. Papst und Kaiser. Einmal zum Christentum bekehrt, hieltendie Germanen fest am christlichen Glauben. Ja, seit dem Tode Karl desGroßen dnrchdrang derseibe das ganze öffentliche Leben. Kirche und Staatstanden zu einander in innigster Wechselbeziehung. Speziell galt der Papstals der gemeinsame geistliche Vater der Christenheit, der Kaiser als das ivelt-liche Haupt aller christlichen Völker. Beide Gewalten, die geistliche undweltliche, sollten einander nach Kräften unterstützen. Abfall von der Kirche,Unglaube u. s. w. galten darum nicht minder als Verbrechen gegen denStaat, wie gegen die Kirche. Umgekehrt schwur der König bei seinerKrönung und kirchlichen Weihe, Recht und Gerechtigkeit zu wahren unddem Papste Ehrfurcht und Liebe zu erweisen. Daher entstanden auchwiederholt die großen Kämpfe zwischen Papst und Kaiser, wie z. B. zwi-schen Gregor VII. und Heinrich IV., zwischen Alexander III. und FriedrichBarbarossa u. s. w. Daher stammen auch die großen politischen Folgendieser Kämpfe. Daher galt auch der König, der längere Zeit im Bannewar, als unfähig, zu regieren.

2. Kirchenstaat. Als Beherrscher des Kirchenstaates waren diePäpste das ganze Mittelalter hindurch zugleich weltliche Fürsten. Die