Band 
Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
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cafter, mich ihrem Wappen auch der Krieg der weißenund roten Rose genannt. Heinrich wurde ins Gefängnisgeworfen und zuletzt ermordet. Ja. das ganze Haus Lan-cafter wurde bis auf einen Sprößling, Heinrich Richard,welcher aus dem Hause Lancastcr-Tudor war, ausge-rottet. Diesem gelang es, nach Frankreich zu entkommen;

1485 aber kehrte er nach England zurück, stürzte das Hans 1485S J)ort und bestieg den englischen Thron als Heinrich VII.(1485 — 1509).

c) Spanien und Portugal.

Als neue Reiche traten jetzt auf den Plan der europä-ischen Geschichte Spanien und Portugal.

1. Spanien. Räch der unglücklichen Schlacht von Xeres

de la Frvntera (711) blieb nämlich Spanien fast ganz 711in den Händen der Araber oder Mauren; nur im Nordenvermochten sich die christlichen Völker noch zu halten. Dortaber hatten sich inzwischen aus einer Menge Provinzen zweiKönigreiche herausgebildet: Kastillen und Aragonien.

Im Jahre 1469 vermählte sich Ferdinand der Katholische 1409von Aragonien mit Jsabella, der Erbin von Kastilien,und nun begannen auch die vereinten Befreiungskriege derkatholischen Mächte gegen die Mauren. Endlich im Jahre1492 war ihr letzter Besitz, G r a n a d a, genommen. 1492

Um aber seines Thrones sicher zu sein, befahl Ferdinand,daß alle Unterthanen den katholischen Glauben annehmen oderauswandern. Um das letztere zu vermeiden, nahmen vieledas Christentum zum Scheine an, arbeiteten aber im Ver-borgenen um so mehr gegen die Regierung. Da ließ dieseein eigenes Gericht (Inquisition) aufstellen, um über dieFrage zu entscheiden, wer den katholischen Glauben bekenneoder nicht. Wurde einer als Ungläubiger erkannt, so trafenihn die härtesten Strafen, ja nach allgemein geltenden Ge-setzen der Feuertod.

2. Portugal erscheint als ein selbständiges Königreich

seit dem Jahre 1439. Nach einem glänzenden Siege über 1439die Mauren rief nämlich das Heer seinen Anführer Alsonsounerwartet zum Könige aus. Im Jahre 1447 sodann wurde