Band 
Erster Teil. Altertum und Mittelalter.
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Und als daher zu etlichen Zeiten von Städten nnd Ländern Leuteausgezogen sind nnd andere Leute angegriffen nnd gepfändet, geschädigethaben, davon sehr großer Schaden kommen möchte, nnd den Schadenzu verhüten, haben mir einhelliglich festgesetzt, meinen nnd wollen nicht,daß von diesen vorgenannten Städten und Ländern jemand einen Lausoder Anszng mache, mit Pfändung oder andern Sachen jemand schädige,außer mit Erlaubnis, Willen nnd Wissen: zu Zürich eines Bürger-meisters nnd des Rates, zu Luzern des Schultheißen und des Rates,in Zug des Animanns nnd des Rates, und in oen obgenannten dreiLändern U r i, S ch >v h; und U n t e r iv a l d e n der Ammätlner nnd derRäte, in jeder Stadt nnd in jedem Land besonders, da die ansäßig sind,die den Angriff thun wollen, oder gethan haben. Wer aber dawider han-delt, daß jemand zu Schaden kommt, den nnd die sollen die Stadt oderdas Land, bei denen er wohnhaft ist, anhalten und nötigen an Leib nndan Gut, daß er den Angriff und den Schaden ersetze und gänzlich ver-güte, unverzüglich, ohne alle Gefährde." 4 )

3. Der Einfall der Gugler. Inzwischen kam das Jahr1375 und mit ihm der Einfall der Gugler. Ein fran- ia~nMischer Fürst Ingelram von Couch, ein Enkel des amMorgarten geschlagenen Leopold, erhob nämlich Erbansprüche

auf die österreichischen Gebiete im Elsaß und im Aarganund fiel daher, um diese geltend zu machen, mit Heeresinachtins Land. Seine Truppen aber waren meistens wilde, teilsfranzösische, teils etiglische Söldner, nach ihrem eigentümlichenHelme „Gugler" genannt. Österreich hätte also jetzt sogarmit den Eidgenossen fechten sollen. In der That versprachHerzog Leopold III-, diesen auch gegen die frechen Eindringelinge thatkräftige Hülfe zu leisten. Doch als die Gefahr nahte,sah er aus der Ferne ruhig zu. Trotzdem aber erwehrtensich die Eidgenossen nun doch der Feinde in den blutigenGefechten bei Buttisholz (westlich vom Sempachersee), beiJens (zwischen Vieler- und Neuenbnrgersee) und endlich beiF r a u b r u n n e il (zwischen Bern und Solothnrn). Den Herzogaber traf für seine Treulosigkeit natürlich aufs neue dasMißtrauen und die Feindseligkeit der Eidgenossen.

4. Der Klsburger Krieg. Neues Öl ins Feuer goß derKybnrger Krieg (1382—138-1). Um sich und sein Hans >!>«»vor gänzlichem Ruin zu bewahren, versuchte nämlich GrafRudolf von Kybnrg (1382) durch einen nächtlichen Über-fall die Stadt Solothnrn zu erobern. Ein Bauer, HansRot, aber vereitelte den Plan. Solothnrn aber Verbandsich

0 Ochsli, a. a. O. tt. 39.

Welt- u. Schweizergesch.

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