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jetzt mit Bern und dadurch indirekt auch mit den übrigenEidgenossen. Nun wurden den Khburgern auch noch dieStädte Burgdorf und Thun genommen, die an Bernkamen.
Herzog Leopold hatte wieder den Grasen unterstützt unddie Eidgenossen im Stiche gelassen. Darum griffen die Ln-zerner unbekümmert um die Friedensschlüsse jetzt umgekehrtauch wieder in das österreichische Gebiet ein, erstürmten aufsneue das Vogtschloß Rothenburg und nahmen das StädtchenSempach, sowie das Entlebuch in ihr Bürgerrecht auf.
1386 5. Die Schlacht bei Sempach. Das aber konnte Leopold nun
ebenso wenig ungestraft hingehen lassen. Die „groben Schwei-zerbauern", wie er die Eidgenossen nannte, sollten also endlichdoch einmal gründlich gezüchtigt werden. Um Brugg herumsammelte also Leopold abermals ein gewaltiges Heer vonRittern und Adeligen und zog damit über Zofingen,Willisau und Sursee bis gegen Sempach. Doch datraten ihm die Eidgenossen entgegen. Es waren etwa 1500Mann aus Luzern, Uri, Schwyz und Unterwalden, unter derFührung des Luzerner Schultheißen Peter vonGundol-dingen, und am 9. Juli 138 6 siel die Schlacht beiSempach, durch welche die Österreicher so furchtbar geschlagenwurden, daß der Ruhm und das Glück der Eidgenossen nunentschieden war.
(Bcrgl. das „Sempacherlied", die Erzählung von Winkelried,dem Morgenbrote für die Schnitter u. s. w., Sempacher Schlachtfeier.)
1388 tz Die Schlacht bei Näfels. Schon während den Rü-stungen Leopolds hatten die Eidgenossen auch Glarus wie-der in den Bund aufgenommen. Nun wurde auch das nochösterreichische Städtchen W eesen erobert und eine eidgenössischeBesatzung hineingelegt. Trotz der Niederlage bei Sempach,und trotzdem Leopold selbst auf der Walstatt geblieben war,griff sein Bruder Herzog Albrecht also nochmals zu denWaffen, um endlich wenigstens die beiden Orte: Weesen undGlarus für Österreich zurückzuerobern. Zunächst also wurdeWeesen wieder gewonnen. Die österreichisch Gesinnten ver-anstalteten eine Mord nacht und die eidgenössische Besatzungwurde niedergemetzelt. Sodann sammelte Peter von Thor-berg in Rapperswil neue Trnppen, zog nach Weesen undvon da am 9. April 1388 gegen Glarus, während Grai