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sogar über den Rhein, ja bis Landegg am Arlberg vor.Endlich aber wurden doch auch sie wieder geschlagen undzwar bei Bregenz von einem Heere schwäbischer Ritter, dassie ini Nebel umzingelte. Immerhin behielten sie ihre Frei-heit und die Herrschaft über das Rheinthal. Auch traten sie1411 als erster zugewandter Ort dem Bunde der Eid- l-tiigenossen bei. Doch mußten sie auch dem Abte von St.Gallen' wieder den schuldigen Zehnten entrichten und geloben,keine neue Fehde anzufangen.
2. Die Eroberung des Aargaus. Bald darauf aberwurde derselbe Herzog Friedrich, den die Appenzeller in derSchlacht am Stoß besiegt, vom Kaiser Sigismnnd auch indie Reichsacht erklärt, weil er gegen das Konzil von Konstanzden Gegenpapst Johann XXII. beschützte. Zugleich lud Si-gismund die Eidgenossen ein, ihm noch den Rest seinesStammlandes in der Schweiz, den Aargau. wegzunehmen.
So eroberten die Berner 1415 Zofingen, Aarburg, Aarau, 1415Lenzburg und Brngg. Die Habsburg wurde zerstört. DieLuzerner dagegen gewannen Sursee, St. Urban und Münster,die Zürcher das Knonaueramt, d. h. das Gebiet zwischenReuß und Albis, und endlich die vereinigten Eidgenossendie Grafschaft Baden und das Freiamt.
Leider aber konnten sich diese jetzt nicht dazu verstehen,das eroberte Land auch gleich als selbständigen neunten Ortin den Bund aufzunehmen und ihm damit jene Freiheitenzu schenken, für die sie selbst Gut und Blut eingesetzt hatten.
Im Gegenteil, genau wie sie behandelt worden waren, sobehandelten sie jetzt auch den Aargau, d. h. als Unter-thanen! and, das an die Sieger, wie an einen Fürsten,Zinse und Abgaben zu entrichten hatte und dem ein Land-vogt als Verwalter vorgesetzt war. Dabei behielt jeder Standzunächst für sich, was er erobert hatte. Aus den übrigenGebieten wurden zwei sogenannte gemeine Herrschaftengeschaffen, d. h. die Eidgenossen regierten dieselben gemeinsam,indem sie die Einnahmen verteilten, abwechselnd den Land-vogt bestellten und hinwiederum von diesem an der TagsatzungRechnung verlangten.
3. Die Eroberungen jenseits des Hotthards. Auch gegen 1403Süden hatten die Eidgenossen inzwischen ihr Besitztum aus-gedehnt. Schon öfters waren nämlich eidgenössische Kaufleute